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Marco S.
Registriert: 26.06.2011 |
28.08.2012 - 09:54: Meine erste Mitteldistanz (2km,80km,20km) in Ratzeburg
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Meine erste Mitteldistanz (2km,80km,20km) Nachdem mich im Frühjahr eine Verletzung geplagt hat, dadurch Absage Halbmarathon in Kiel, Hochbrückenlauf an Hans-Peter abgegeben, Mitteldistanz in Herrenkoog abgesagt, war ich voller Tatendrang für meine nun erste MD am 26. August 2012 in Ratzeburg. 10 Wochen für die Vorbereitung müssen reichen. Mein Trainingspensum habe ich erhöht, von 3-4 Std./Woche auf ca. 7 Std. Woche. Leider brach nach kurzer Zeit wieder eine alte Stelle am Fuß auf – die Achillessehne und die Ferse. Ich wollte aber nicht noch einmal so vernünftig sein wie im Frühjahr also Zähne zusammen beißen und durch. 1 x die Woche 10 km Laufen muss reichen, mehr ging leider nicht. Dafür konnte ich nun endlich erstmals 2 x die Woche schwimmen. Hatte ja durch das verminderte Lauftraining mehr Zeit. Ich als „Schwimmbratwurst“ wurde zwar nicht wirklich schneller, stellte aber schnell fest, dass ich nach dem Schwimmtraining fitter aus dem Wasser kam. Radtraining war wie (fast) immer okay. Habe noch 2-3 Mal Abstecher in die Hüttener Berge gemacht. Nun sollte es aber endlich losgehen. Meine Ziel Zeit war 5:30 Stunden wenn es nicht so gut läuft und 05:15 Stunden, wenn es gut läuft. Ja nicht so sehr unter Druck setzen. Wichtiger ist die Distanz zu schaffen und zu finishen. Habe in Ruhe alle Sachen zu Recht gelegt, noch ein paar Bekannte getroffen und dann ab zum Schwimmstart. Kurz einschwimmen, noch 3 min bis zum Start um 07:25h. Ups, wo ist denn mein Chip für die Zeitmessung, Schei.., der liegt noch in der Wechselzone. Barfuß im Neoprenanzug einen 200m Sprint zu meinem Rad Platz, Chiparmband gegriffen und 200m Sprint zurück. So ein Mist, bekomme das Chiparmband nicht um mein rechtes Handgelenk, geht nicht so gut mit der linken Hand in der Aufregung – Puls auf 180 – schnell eine Zuschauerin gefragt, die mir das Armband befestigt hat und runter zum Strand am Ratzeburger Küchensee. Eine Durchsage – noch 20 Sekunden bis zum Start – und dann ging es auch schon los – 250 Triathleten für die MD liefen gemeinsam ins Wasser, um sich auf die erste Disziplin 2km Schwimmen zu machen. Mein Puls beruhigte sich wieder und ich dachte, schön jetzt hast du dich jedenfalls warmgelaufen (aber mein Fuß schmerzte). Die 2km gingen gut von der Hand, die Sonne schien, es war wenig Wind und somit auch nur leichte Wellen. Nach knapp über 40min. kam ich aus dem Wasser, ca. 3 min. schneller als erhofft. Nun ab in die Wechselzone, Neo ausziehen und rauf aufs Rad. Das Wetter war immer noch gut, sonnig, der Wind hatte ein bisschen zugenommen. Die ersten 40km kamen mir wie eine schnelle Spazierfahrt vor, ich hatte auf der geraden Strecke immer 36-38km/h auf dem Tacho, nur die Anstiege (bis zu 7% - es ging aber auch wieder runter :-) bremsten. Im Schnitt über 34km/h – Marco du bist viel zu schnell, du hast noch weitere 40km Rad und 20km Laufen vor dir, sagte ich zu mir. Immer schön locker fahren. Der Wind nahm nun deutlich zu und dadurch ging es auch nicht mehr so leicht zu treten. Trotzdem fühlte ich mich gut, nahm aber noch ein bisschen Druck von der Pedale, immer im Hinterkopf noch 20km mit dem angeschlagenen Fuß laufen zu müssen. Nach 2:21h Rad fahren und einem 33,6er Schnitt kam ich wieder in die Wechselzone. Geil, wieder schneller als erwartet. Hatte einen 32er Schnitt kalkuliert. Wenn der Lauf jetzt auch noch klappen würde, dann würde ich unter 5 Stunden finishen – eine 4 vorne, das wäre eine Hammerzeit für meine erste MD. Es sollte aber anders kommen… Meine Frau und zwei Freunde standen in der Wechselzone und feuerten mich an. Dort habe ich vom Wettkamprichter der SHTU eine gelbe Karte bekommen, weil ich meinen Helm zu früh aufgemacht habe. Bei der dritten gelben Karte wird man disqualifiziert – na, dann kann ich mir ja noch eine Karte gönnen. Ist der kleinlich, wir sind doch nicht bei den Profis. Egal weiter geht’s, Laufschuhe an, ein paar Gels in die Trikottasche und auf geht’s auf die 20km Laufstrecke (2 x 10km) rund um den Küchensee durch den Wald! Die ersten Schritte liefen sich gut an, die Beine fühlten sich erfreulicherweise ok an - bis der erste Anstieg kam. Bergauf laufen ging mit meinem Fuß gar nicht, der Schmerz schoss in die Achillessehne und in die Ferse. Also ganz langsam weiterlaufen, oben angekommen war es besser, gerade aus, wie bei mir zu Hause auf meiner Trainingsstrecke oder runter ging es ganz gut. Es geht aber auf dieser Strecke permanent rauf und runter. Die nächste Steigung wieder Schmerzen. Also anhalten und hoch gehen. In der ersten Runde bin ich dann an einigen Steigungen angehalten und hochgegangen. Die Muskeln verkrampften beim Hochlaufen – so ein Mist. Nach der ersten 10km Runde stand meine "Fangemeinde" und reichte mir mein Sportgetränk. Dort bin ich angehalten, um in Ruhe zu trinken und meine Beine zu lockern. Ich sagte, es kann noch eine Weile dauern bis ich wieder da bin… Ich kannte so ein Laufprofil nicht, wir haben bei uns ja nur plattes Land. In der zweiten Runde bin ich dann jede Steigung hochgegangen, mein Fuß tat leider zu sehr weh. Gefühlt haben mich jedes Mal mehrere 100 Läufer überholt, wenn ich gegangen bin. Ab und zu habe ich mich umgeschaut, weil ich dachte irgendwann kommt keiner mehr hinter dir. Die Endzeit war mir inzwischen völlig egal, Hauptsache nicht mehr so viele Anstiege. 3km vor dem Ziel noch einen Becher Cola an der Verpflegungsstation und weiter ging‘s. Irgendwann sah ich den Zieleinlauf, den 100te Zuschauer säumten und jedem einzelnen Sportler applaudierten, eine Musikkapelle spielte und der Zielsprecher sagte durch sein Mikrofon, da kommt Marco S. mit einer Zeit von 5:10 Stunden – Herzlichen Glückwunsch. Und dann war das Gefühl einfach nur noch geil, geil, geil – ich wurde gedrückt und meine Frau freute sich, dass ich heil im Ziel war. Nun gab es ein großes Weizenbier MIT Alkohol. Es kamen immer noch Triathleten ins Ziel, ich war also nicht letzter :-), sondern landete irgendwo im Mittelfeld. Mit meiner Zeit von 5:10 Stunden bin ich super zufrieden. In der Wechselzone traf ich noch Hans-Peter, Frank W., Lars und Rudolf. HP erkundigte sich nach meinem Fuß und meinte, die Laufstrecke ist nicht ohne – oh ja, ich weiß!! Danach ging es zu meinen Freunden zum Grillen und natürlich noch ein paar Weizenbier verhaften… What a day, what a challenge Marco …eins weiß ich genau, noch einmal werde ich so eine Distanz nicht bestreiten, wenn ich nicht 100% fit bin und ausreichend trainieren konnte… aber dieses eine Mal musste es sein :-) |
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Werner R.
Registriert: 21.06.2005 |
28.08.2012 - 12:10: RE: Meine erste Mitteldistanz (2km,80km,20km) in Ratzeburg
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Herzlichen Glückwunsch!! Nie wieder MD ist (finde ich) nicht so schlimm, wenn du dafür IMMER bei den 24h in Nortorf dabei bist . . . Ruh' dich aus und pflege deinen Fuß! Liebe Grüße und bis denne, Werner |
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Frank W.
Registriert: 30.05.2006 |
29.08.2012 - 09:07: RE: Meine erste Mitteldistanz (2km,80km,20km) in Ratzeburg
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Hallo Marco, herzlichen Glückwunsch zu Deiner 1. Mitteldistanz - und dann gleich in Ratzeburg, wo der Radkurs nicht flach und die Laufstrecke schön, aber eben auch sehr selektiv ist. Es freut mich, dass bei Dir deutlich die Freude über diese wirklich tolle und jedes Jahr von vielen Tri-Athleticos frequentierte Veranstaltung überwiegt. Und zu Deinem Radschnitt: Aufgrund der langen Wechselzeiten - die praktisch komplett zu Lasten der Radzeit gehen - verbessert sich der tatsächlich gefahrene Schnitt für die 79,8km erheblich. So zeigte mein Tacho mit An- und Ablauf 36,7km/h. Nimmt man die reine Fahrstrecke und Zeit so liege ich dann bei einem "echten" Schnitt von 37,3km/h Also kannst Du gerne noch mal ein gutes halbes km/h raufrechnen. :-) Gruß, FRANK |
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